Weg mit den Hausaufgaben!

Heute bin ich bei youtube zufällig über ein Video von Harald Lesch gestolpert. Er äußert sich über den Sinn – besser Unsinn – von Hausaufgaben. Und ohne den Begriff flipped classroom in den Mund zu nehmen, sagt er genau das, was für dieses Konzept spricht.

„Letztlich stehen wir vor einem riesigen Dilemma, was sich ganz leicht lösen ließe, wenn die Lehrpläne nicht so dicht wären und wenn mehr Zeit zur Verfügung stünde, um mit den Kindern das zu tun, was sie tun sollen mit Hausaufgaben, nämlich üben. Warum wird diese ganze Situation des Aufgaben erledigens nicht zu einer Schulaufgabe gemacht, also nicht zu einer Aufgabe zuhause, sondern zu einer Schulaufgabe.“

Zuhause zu sitzen und die Aufgaben ohne Hilfe nicht lösen zu können, führt nicht zu Lernerfolg, sondern zu Frustration. Und es vergrößert am Ende den Abstand zwischen den Leistungsstarken und den Leistungsschwachen, wenn die einen das Glück haben, zuhause die entsprechende Hilfe zu bekommen, während andere frustriert die Segel streichen.

Wir sollten also in den Unterricht packen, was in den Unterricht gehört. Und wir sollten die gemeinsame Zeit auch gemeinsam nutzen: gemeinsam üben, gemeinsam Fragen klären, gemeinsam lernen.

Das ganze Video Video von gut sieben Minuten Länge gibt es hier zu sehen: